Jahresbericht 2021
Liebe Spender*innen, Mitarbeiter*innen, Multiplikator*innen,
im letzten Jahr ist so viel Gutes und Schönes passiert, dass ich Mühe habe, diesen Bericht freundlich kurz zu halten.
Hier ein paar Highlights aus unserem „sozialen Jahr“, das im Herbst endet und beginnt:
Sumanis Schule in Malawi bekam eine Solaranlage aufs Dach. Die Zeit der häufigen Stromausfälle trotz ganz viel Sonne ist dort nun vorbei. Danke, Britta Foundation! Hätten wir alleine nicht geschafft.
Sumani braucht immer noch Unterstützung, den laufenden Schulbetrieb zu finanzieren und langsam seine Gebäude zu optimieren. Wir helfen dabei und behalten seinen großen Traum „Schulbus“ ganz fest im Blick.
Alle Projektpartner haben uns Investitionspläne (vielleicht besser „-träume“) vorgelegt und bekommen dafür feste Zusagen von uns, damit sie nach und nach ihre Träume verwirklichen können.
Jedes Buch, jede CD und DVD, jede Geldspende hilft uns dabei, unsere Versprechen zu halten und – wer weiß – vielleicht auch neue zu machen. Ein paar Ideen gibt es schon.
Carolinas Schule CIS in Ghana hatte einen tollen Start nach der langen Corona-Pause und ist so sehr am räumlichen Limit, dass dringend weitergebaut werden muss. Wir geben der Schule die Mittel, einen Block mit mehreren Klassenräumen fertigzustellen. Das Dach ist drauf; jetzt fehlen uns noch 4.000 Euro für den Innenausbau.
In einem Zwischenbericht schrieb Carolina: „Ohne euch gäbe es unsere Schule nicht mehr.“ Sie zeigt ihre Dankbarkeit auch dadurch, dass sie sich um die vom Staat vergessene Esusu Basic School kümmert. So kam es, dass wir die Renovierung der Kita dieser Schule finanzierten. Carolina kümmerte sich um alles vor Ort.
Kita der Esusu Basic School in Ghana vorher
Überhaupt bin ich glücklich, dass wir langjährige Vertrauensbeziehungen haben und keinerlei Verwaltungskosten. Was wir erarbeiten, kann dadurch eine enorme Wirkung entfalten.
Schulen helfen wir ja schon immer – und auch gerne weiterhin, aber seit einem Jahr haben wir durch die Nawii Kollection in Ghana auch die Möglichkeit, mit jeweils 300 Euro Investition einen NäherInnenausbildungsplatz einzurichten. Bisher gehen schon acht neue Ausbildungsplätze auf unser Konto.
… und nachher
Jetzt kommt eine meiner Lieblingsgeschichten: Da wir schon lange mit syrischen Flüchtlingen verbunden sind, bat uns unsere Freundin Fatma um Hilfe, einen Therapierollstuhl zu beschaffen für die sehr spezifischen Bedürfnisse ihrer Nichte Aya, die seit ihrer Geburt mit ihrer Familie in einem irakischen Flüchtlingslager lebt und schwerbehindert ist. Als Fatma uns fragte, hatten wir keine Ahnung von der medizinischen Seite und außerdem schon mehr ausgegeben, als wir hatten. Dennoch fing ich an zu telefonieren.
Um es kurz zu machen: Wir fanden eine offene Tür und offene Herzen. Die Firma Schuchmann (Kinder-Reha-Technik, https://www.schuchmann.de/schuchmann) schenkte uns einen für Aya maßangefertigten Therapiestuhl im Wert von 5.000 Euro. Herr Althaus, Außendienstmitarbeiter, lieferte den wunderschönen Stuhl bei uns im Hof ab und erklärte Fatma den Gebrauch. Möge der Stuhl ein Baustein für Ayas Zukunft werden. Vielen Dank Herrn Althaus und den Schuchmanns!
Michaela sei Dank: Sie entlastet uns, indem sie ehrenamtlich regelmäßig für uns Bücher, DVDs usw. verkauft und unser Netzwerk erweitert. Das hilft und ermutigt uns enorm.
Danke an Stephan Johland mit dem Team von „Einfach Gutes Tun“, dem wir ein ertragreiches Arbeitswochenende verdanken.
Vielen Dank der jungen Berufsanfängerin, die ab dem ersten Gehalt einen Dauerauftrag zugunsten von Sumanis Schule einrichtete.
Danke allen, die für uns Spielsachen für die Kitas gesammelt haben; es waren fantastische Sachen dabei. Danke dem Mädchen, das seine Ikea-Küche abgab, und überhaupt allen, die Keller, Kitas (!) und Kinderzimmer durchforstet haben nach schönen und nützlichen Dingen. Wir packen jetzt schon den 6. Container. Danke denen, die die Frachtkosten für diese Container übernehmen.
Alle, die diesen Brief bekommen, haben uns schon unterstützt; manche arbeiten regelmäßig mit, indem sie auch die Bücher ihrer Freunde, Nachbarn, Kollegen, Kunden und Patienten in unsere Richtung weiterleiten. Vielen Dank.
Herzliche Grüße
Heidi Stäger